Antezedonsens

Nicht angewannte Erkenntnis, ist verlohrene Erkenntnis.

Mediokratie

Keine Ideologie verkraftet ihre Rettung,
Keine Fragen oder Antworten hergebracht
Bloß die Büchsenbodenendung „Ism“ kaltgelacht

All die Zersplitterung unter den Göttern
Ist nichts Wert ohne Maloche
Wir schleifen kleine Geister hinter die Herde

Sich bewusst sein die Sünder werden verschwinden und
so feucht noch der Rotz über dem Boden
nie zur Landung auf gesetzten Pflaster vorgesehen.

Ich spreche zu glitzernden Nasen in den Bäumen
Sich bewusst sein das die Prognose der Nachlassverwalter
Nicht die Raten der falsch kalkulierten Geburten tilgen.

Trollmächtig labe ich an ruhiger Stimmung unter der Wasseroberfläche
Ich vergreife mich in der Vorstellung
Auch im übernächtigten Zustand zu strahlen

Alleinsein wollen bedeutet
Das Überschreiten der Grenze
all seinen Verletzungen gegenüber

Aus wessen Trauma sich ein Ebenbild
Knotenpunkte in Sinuskurven der totalen Überschaubarkeit ereilt
Weiß wie sein Kultgetränk heißt

Wenn der Barmann zwei Mal schüttelt
Geben wir ihm Ritalin.

taxamendosa2012©

i n n i c h t s b e g r i f f e n

Aussetzten
um das mein Erbe
zu deinem Gewerbe wird

Alles…
…liegt über dem Feuer begraben
unterwegs in erotischen Fallstricken
Sich im Nebel unterhalten

Buße tun!

Der Dämon war hart zu sich selbst
Selten und trostlos.

Verführe die kleinen Symbole
unter dem Grab
Und werde zu
Gott!

Die Passion wird geboren                                                          aber findet nicht statt
Neid zerfressen gemäß dem Traum
Haben wir die ernormen Flammenzungen
bloß um Elfenbeine gewickelt

Das Zeugnis erhalten,
Die Bestnote a u s sc h r e i b e n
Der Spaß in mir endet nie
Der Fraß in Dir, fragt… nach dem wie.

Verdunklung von Argumenten
in hoffnungsvoller Abkehr
um ein gebrochnes Versprechen aufzusuchen

Unter welchem Himmel
sucht der letzte Gast
die Wahrzeichen
der alten Zeit?

Aus
der
Mitte
entspringt
Verdruss

Über die N a c h h a l t i g k e i t vergangener Tage
in denen wir wage und unbedarft
unsere Kinder parade
aus Rausch und Schande speisend
verführen

An deren Gaumen thronen

hypnotisierende Gemälde

Der Greis welkt der Geschichte nach
 innichtsbegriffen

taxamendosa 2012©

it’s the beat to keep, it’s the beat of the heart, it’s being beat

„Jazz ist nicht tot, er riecht nur komisch.“ Ist eine Aussage Frank Zappas, die ich so nicht unterschreiben aber insgeheim weit reichend abnicken müsste, wenn mein Faible für die Improvisierte Musik nicht so stark wäre. Mir ist dem letzt erst aufgefallen, wie wenig Anklang diese alte, sich aber immer frisch anfühlende Musik bei meiner Generation findet. An meinem Anblick in einem in die Jahre gekommenen Publikum, beim aufsuchen von Theater, Opern oder Museums Besuchen habe ich mich vortrefflich gewöhnt auch daran, dass ich mit zu den jüngsten im Publikum gehöre, was aber kein Dauerzustand sein darf. Und wenn ich mal jemanden meines Alters dort begegne ist der erste Eindruck auch immer gleich: Tochter/Sohn aus guten Hause. Nix mit Proletariat.  Ich finde die Anwesenheit von Gleichaltrigen eh meist unangenehm, weil ich selten etwas mit ihnen zu konversieren weiß. Ich interessiere mich nicht, für das was sie im Fernsehen anschauen, oder hören, sie kennen aber auch nichts von den Dingen, die ich bevorzuge. Es endet meist in einer kurzen Erwähnung dieses oder jenes Films oder Theaterstücks, dass irritierende Blicke hervorruft und eine Erläuterung oder anschleißende Unterhaltung, eh unnötig macht. Ich will ja, so ist es nicht, aber sie wollen nicht. „Kenn ich nicht, esse ich nicht.“ Und da sind sie zumindest intellektuell dem äußern Erscheinungsbild des Publikums von oben genannten Veranstaltungen gleichwürdig, auch wenn mein Eindruck eher in die Richtung geht, dass mit zunehmenden Alter sich eine gewisse intellektueller Reife einzustellen hat, da eine vermeintliche Selektion unabdingbar wird um Qualität von Quantität zu unterscheiden um sich selbst weiter zu entwickeln, die bei jüngeren Menschen, mit nur allgemein ausgeprägten Interesse, so noch nicht vorhanden sein kann.

Im allgemeinen Bewusstsein von Jugendlichen, ohne frühkindliche Prägung und Einflussnahme aus Schule und Elternhaus so glaube ich, ist es fast unmöglich – wenn der Zufall da nicht einen Hebel umlegt-, mit dieser Musik in Berührung zu kommen um sie zu verinnerlichen, lieben und schätzen zu lernen. Nicht zuletzt weil jede Mode von der eigenen PeerGroup mitgetragen wird, so dass es schwer ist sich mit Elementen zu Identifizieren, die entweder von der eigenen Kreiszugehörigkeit abgelehnt, oder ignoriert wird.  Klar, wir haben heute das Internet und Youtube, Myspace, Facebook grooveshark etc…, aber wenn Du nie von Miles Davis, Charlie Parker, oder Duke Ellington gehört hast und niemanden kennst, der dich mit ihnen bekannt macht, wirst Du vielleicht nie von ihnen hören. Auf Twitter ist der Anteil an Jazz Musikern im Verhältnis zu Pop und Rock Künstler vergleichsweise spärlich, vielleicht auch weil die Banalität der Kommunikation über dieses Medium einen Freund von guten Gedanken, nicht gerade in Scharen anzieht. Aber daran ist ein Sinnbild schuld, dass sich auch aus Unkenntnis speist. Wenn die intelligenten Leute wegbleiben, wird es auch nicht spannender.

Nicht mal ein großes Label wie das werträchtige ECM befindet es für notwenig, sich dort zu produzieren. ECM hat zwar einen Accound, aber lässt ihn brach liegen. Schade. Jazzecho dagegen, ist präsent. Ein positiver Umstand.

Jazz bedeutet für mich, die Freiheit sich an Themen heranzuwagen, von denen man bisher fern ab gelebt hat. Jazz bedeutet die Freiheit, sich austoben. Jazz ist reine Poesie, die mit der  Konservierung des innersten lebendigsten, emotionalsten Moments, den man so von sich bisher nicht kannte und vielleicht verdrängt hat, einhergeht.

Ich bin mit 15, auf Jazz durch das CD Regal in der Stadtbücherei meiner Heimstadt, aufmerksam geworden. Es war zwar gerade einmal 2 Meter lang und besaß nur vier Reihen auf zwei Seiten, aber das reichte um einen Einstieg zu finden. Ich war damals noch oft in der Bücherei, die direkt an der Ruhr gelegen mit ihren riesigen Fenstern und immer etwas gelangweilten Mitarbeitern, Ruhe und Zuflucht bot. Ich lieh dort viel aus, Bücher aber meist CDs, denn dafür fehlte mir das Geld. Wir hatten kaum Geld und irgendwie, musste ich meine Obsession befriedigen. Internet und dergleichen war bei meiner Mutter verpönt, aber ich hatte damals auch noch nicht das Bedürfnis, mich mit dem Internet auseinander zu setzten, dass folgte erst sehr spät, nach meinen häußlichen Auszug. Ich weiß noch, wie ich eines Tages am Abend mit meinem Stoffbeutel voll gestopft mit CDs nach Hause kam, und meine Mutter in der Tasche rumkramte da sie dachte, ich hätte noch etwas eingekauft. Sie holte eine große schwere 10-CD Box hervor, auf dem sie Duke Ellington angrinste. Sie kam in mein Zimmer stelle mir die Box auf den Tisch, verzog eine Augenbraue und sagte: „Ach Duke Ellington… den kenn ich. Das ist nichts für dich, dass ist Jazz, das wird Dir nicht gefallen.“ Ich probiere es mal aus sagte ich und sie ging wieder. Zwei Wochen später, kam sie einmal in mein Zimmer, genervt: „Kannst Du nicht mal was anderes anmachen, als dieses Gedudel? Die Schmitz (the Smiths) fand ich besser.“ Meine Mutter beschäftigte sich immer mit den Dingen, die ich auch mochte und fand an  vielem gefallen. Nur Jazz ging ihr ab.

Die ersten Jazz Alben die ich mir bewusst angehört habe, waren Nora Jones damals gerade erschiendes Album „Come away with me“ das ich über drei Monate hinweg jede Nacht, den ganzen Winter durch hörte. Duke Ellingtons „Jungle Nights in Harlem“, besonders das Stück „Haunted Nights“ hat es mir hierbei besonders angetan, dass wie das sehnsuchtsvolle Stöhnen, hart arbeitender Menschen klingt, die erst in der Nacht, bei einem Bier oder Snaps die Ruhe finden, ein paar Minuten für sich zu sein. Sowie den Soundtrack zum Film: „Forrester – Gefunden! (Finding Forrester)“ mit Sean Connery, der dort einen alten, einsamen Schriftsteller aus der Bronx NYC spielt, der von einem schwarzen begabten Jungen aus seinem Alltagtrott herausgerissen wird und sich ihm annimmt. Eine wundervolle Story vom Meister und sein Schüler, mit Anklängen an J.D. Salingers Leben.

Über den Jazz fand ich auch zu den Beatniks und der Literatur von Allan Ginsberg, Jack Kerouac, Michael McClure und Kenneth Rexroth, die fest mit dem Bebop verschmolzen waren. Charlie Parker wäre hierbei zu erwähnen, der meine uneingeschränkte Zuneigung hat und mir bisher schon mehrmals, dass Leben gerettet hat.

“…and everything is going to the beat – It’s the beat generation, it be-at, it’s the beat to keep, it’s the beat of the heart, it’s being beat and down in the world and like old-time low-down and like in ancient civilizations the slave boatmen rowing galleys to a beat and servants spinning pottery to a beat…” – Jack Kerouac

Ich will ja nicht jammern, jeder soll den Nischen verhaftet bleiben, in den er sich am besten genährt fühlt, aber dieses Nischentum, führt nicht gerade zum interdisziplinären Austausch, der dringend notwendig ist, da sich nicht nur im Jazz, sondern allgemein in U , E und F-Musik in die letzten 20 Jahren, keine gravierenden Entwicklungen mehr ergeben haben. Zumindest keine mit revolutionärem Charakter. Aber vielleicht ist das auch gar nicht mehr nötig. Vielleicht erwarte ich da auch zu viel, wenn die immer gleichen Bands/Künstler mit dem immer gleichen Sound, der letzten 40 Jahre aufwarten. Mashup ist eine Möglichkeit unbekanntes, mit bekannten zu vermischen und mit diesem Bastard dann Leute. auch auf andere Sphären, aufmerksamkeit werden zu lassen. Der Zeitgeist selbst kennt keinen festen Nenner mehr. Das macht Hoffnung. Und der nächste Hype ist vielleicht auch gar nicht mehr so weit entfernt.

Was Air-Play angeht, besteht keine Sorge. Ich habe mir unten mal die Mühe gemacht eine paar Programmschwerpunkte, verschiedener deutscher und schweizer Sender aufzulisten, in der man sich beliebig dem Jazz nähern kann, um seinen Horizont zu erweitern. Da ist für jeden etwas dabei.

Ich weiß natürlich auch, dass es viele Menschen da draußen gibt, die das hier lesen und sich vielleicht denken: „Wovon redet der Kerl? Ich liebe Jazz! Ich spiele selber Jazz und alle meine Freunde ebenfalls.“ Klar, Euch gibt es, aber eben nicht in sehr großer Anzahl. Und ich bin Euch leider auch noch nicht begegnet. Aber lasst mich wissen wo Ihr rumschwirrt, dann komme ich Euch mal besuchen.

Programmschwerpunkte zum Thema Jazz:

Deutschlandfunk

JAZZ LIVE
montags
21.05-22.00h

ON STAGE
freitags
21.05-22.00h

JAZZFACTS
freitags
22.05-22.50h*

KLANGHORIZONTE
montags
1.05-2.00h

MILESTONES
dienstags
1.05-2.00h

Schweizer Radio DRS2
Jazz Collection
Dienstag 20.00h
Samstag 22.00

NDR Kultur
Klassik trifft Jazz
„Willemsen legt auf …“ immer am Mittwoch um 9.20 Uhr und als Wiederholung am Sonnabend um 14.20 Uhr im Tagesprogramm von NDR Kultur.

JAZZthing

Podcast von den Herausgebern des JAZZthing Magazins: mit eigenem TV-Video Kanal auf der Webseite

SWR2
NOWJazz

Do + Fr, 23.03 bis 24.00h [Danke an mr.boredom]

„It is not the simple statement of facts that ushers in freedom; it is the constant repetition of them that has this liberating effect. Tolerance is the result not of enlightenment, but of boredom.“

- Quentin Crisp

Raufasertapeten Generation im Exil

Die Metapher von je her:

„Wir“ als Sklaven gegen „die Welt“ die immer komplexer wird. Ich kann diesen Scheißdreck, wirklich nicht mehr ertragen. Die Welt (bitte beachten Sie den Terminus, als vorsintflutlichen Begriff) wird nicht komplexer, sie „ist“ komplex. Das begreifen wir erst heute. Die Öffentlichkeit ist kein persönlicher Rückzugsort. Die Berichterstattung, erbricht Bahnen der Erstattungen vor sich und wir dürfen es lesen und unsere Gedanken von der vielseitigen Fragwürdigkeit des Zeitgeschehens – von dem wir umschlossen sind -, besudeln lassen. Und nirgendwo finden wir den Knopf den wir nur drücken müssen, um abzuschalten. Deshalb drücken viele irgendwann auf irgendeinen Knopf, den sie für den Reset-Knopf halten und schießen sich ab. Dieses umzingelt sein, dieses auf den nächten willigen Verfolger warten, treibt einige geradewegs dazu an, sich abseits der Blicke von Außen, der Unterstützer und Dienstleister denen man auf dem Leim geht und von denen man im überlebenswichtiger Abhängigkeit geraten, sich ein neues Image auflegt, das Rouge auf den Wangen noch deftiger, so nur Niemand die Idee nacheifert: Die Rolle verdient keinen Darsteller. Leider ist das was durchdringt, was von all dem Zirkus übrigbleibt, die Erkenntnis: Die Maske allein, macht dich zu keinem anderen, Du brauchst eine Aufhängung, du muss durch ihre Schlitze für Augen, Nase, und Mund, etwas von der umliegenden Welt aufnehmen, wenn es nur Licht und Sauerstoff ist. Sensible Menschen sehen, hören oder lesen heraus. Mag man sich noch so großartig verkaufen. Grundskepsis ist nicht käuflich. Nur Grundzüge, können als Anleihen dienen. Man kann die Fältchen straffen, man kann eine eng sitzende Hose weiten, „man trägt sie weiter“ solange bis sie passt. Aber an einigen Stellen wird der Stoff dünner, mit der Zeit. Und irgendwann ist da ein Loch. Es ist nicht in jeder Beziehung Elastan verwoben, dass wir den Glauben, der unserer Gegenwart vorauseilt, ungestraft vernachlässigen können, solange es uns beliebt. Es werden andere da sein, es durchschauen und dann wird die Maske transparent, ihre Aufhängung bricht und die Schlitze verwachsen mit dem Rest zu einer einzigen Fläche. Es ist geschehen. Überforderung als Prinzip der Selbstaufgabe. Habt Ihr ja schön hinbekommen, danke an die Journalisten des letzten Jahrhunderts. Scheert euch weg! In jeder Beobachtung der Zustände dürfen wie niemals vergessen, dass es ein Gerücht ist, die Geschichte müsse sich wiederholen. Und doch wird so getan, als sei es Gesetz diese Regel zu missachten.

Die Berichterstattung um Karl-Theodor zu Guttenberg

interessiert mich nicht, weil mich seine Person nicht interessiert. Er verkörpert das Nichtvorhandensein eines Ideals, dass ich von der Mittelschicht – die gern Oberschicht wäre-, gespiegelt sehe. Ich finde es nicht tragisch, dass diese Mittelschicht wegbröckelt, wie man es seit 10 Jahren erzählt bekommt, ich begreife dieses wegbröckeln als Zustand der Ablehnung einer bürgerlichen Moral, die sich jetzt doppelt sieht und daher keinem Weg mehr folgt, der ihre Existent weiterhin, innerhalb dieser Gesellschaft legitimiert. Sie sind das, auf was sie sich jahrzehntelang haben runterreduzieren lassen. „Der Steuerzahler.“ Als nicht mehr und nicht weniger begreifen sie sich. Sie sind das Übel, dass Leute wie Karl-Theodor zu Guttenberg erst hervor und groß gemacht haben. Denn sie tragen die Verlogenheit, die dummdreiste Arroganz und den modernen Antiintellektualismus in sich, der heute das gesamtgesellschaftliche Klima verseucht. Es trieft aus jeder Faser ihres Körpers. Es trägt den gleichen Geruch wie: „Davon haben wir nichts gewusst“. Erinnern Sie sich? Das solchen Existenzen heute Aufmerksamkeit zu Teil wird, vor allen anderen die es verdient hätten, verlangt nach einer Gegenströmung. Diese Gegenströmung gibt es, aber sie findet keinen ernstzunehmenden Anklang, weil sie an ihrer Haltung nichts verdienen kann und deshalb, gibt es sie auch nur als Idee. Wirklich kritische Stimmen, werden heute nicht mehr Mundtot gemacht. Sie werden subtil ignoriert und kommen bei den Tagesdebatten, beispielsweise im Öffendlich-Rechtlichen-Fernsehen nur noch als Sidekick, oder als Gimmick zu Wort. Der wirkliche Intellektuelle wird zum Clown degradiert, man setzt ihn in eine Runde von Psychopathen, lässt ihn nur gelegentlich zu Wort kommen und rangiert ihn auf dem Präsentierteller des Wohlmeinenden aus. Er ist in seiner Rolle gezwungen zu allem eine Meinung zu haben, eine die sich von allen anderen in Grundzügen unterschiedet, die so fern ab der konstruierten Realität der Massen scheint, dass man sie ignorieren kann. Vereinzelt sind sie noch da, die Intellektuellen, aber sie haben verlernt mit der Faust auf den Tisch zu hauen, sich in Debatten einzumischen. Vielleicht auch weil viele von ihnen nicht mehr folgen können oder vielleicht einfach, weil es ihnen zu dumm geworden ist, den Kasper zu spielen. Aber ihr Rückzug führt dazu, dass sie aus dem Fokus verschwinden, sie werden nur noch von denen wahrgenommen, die auf ihre Meinung fern ab des Massengeschehens, Wert legen. Ken Jebsen ist so ein Fall, der kürzlich erst von seinem Arbeitgeber des Platzes verwiesen wurde, weil er nicht mehr ins Bild des austauschbaren Radiosenders passte. Er benennt dieses Vorgehen: Das Dilemma der Gegenwart.

Slavoj Žižek ist der Meinung der Philosoph ist jetzt, mehr den je, die wichtigste Figur. Und damit liegt er richtig. Sie sind es auf die wir angewiesen sind. Die wir raus locken müssen, aus den Universitäten und den Türmen von Elfen flankiert. Vielleicht sind sie die einzigen, die in einer Welt vollgestopft, mit Halb-wissenden Juristen und Betriebswirtschaftlern, die tagtäglich unser Leben zur Hölle machen (von Neurosen und Persönlichkeitsstörungen verseuchten Irren), die eine Meinungsstärke an den Tag legen, bei denen eine zu große Bereitschaft zur Ergebenheit, vorliegt. Den Wert von etwas begreifen die nicht, die am Anfang stehen und das Kaugummi kauen, sondern jene, die den Stickstoff in der Blase dulden. Die Dummheit des modernen Menschen, ist unantastbar geworden.

Finden Sie den Fehler im System, aber lassen Sie sich nicht hineinziehen in die Maschine, dessen Bedienung irgendwann so pervers wird, dass die eigene Selbstachtung an den Märkten der Welt verzockt wird. Zum Sparpreis, zwischen zwei Buchdeckeln.